Samstag, 25. April 2015

Testbericht Singer Quantum Stylist 9985

Die Zeit rennt dahin und ich kann es kaum glauben, dass dies schon meine fünfte Supertestermaschine der Supertesteraktion vom nähParkDiermeier gewesen ist. Halbzeit...



Diesmal dürfte ich mich sozusagen am „heimischten“ gefühlt haben... Privat nähe ich auch auf einer Singer Maschine, der Singer Curvy. Und tatsächlich musste ich mich wenig in die Maschine einfuchsen, sondern konnte gleich losnähen.




Die Quantum Stylist ist eine Computernähmaschine, die es zur Zeit für etwa 800 Euro beim nähPark gibt. Sie verfügt über 190 Zier- und Nutzstiche, sechs Alphabete und 13 Knopflochprogramme. Im Lieferumfang sind neben Grundzubehör, wie Schraubendreher auch diverse Nähfüße enthalten, so dass man normale Näharbeiten mit der Maschine erledigen kann. Wer sich für den genauen Lieferumfang interessiert, kann gerne auf der Produktseite beim nähParknachsehen.



Wie schon erwähnt, konnte ich gleich loslegen und musste nicht erst das Handbuch bemühen. Das Handbuch ist bei dieser Maschine ein typisches Handbuch; eher eine knappe Betriebsanleitung. DIN-A5 gleich in mehreren Sprachen gedruckt. Ich will es nicht unnötig schlecht reden; was ich im Laufe der Supertesterzeit gesucht habe, habe ich darin gefunden. Zum drin Blättern und Lesen verführt es einen nicht wirklich. Aber das ist ja auch nicht unbedingt die Aufgabe eines Handbuches!



Zunächst sind mir drei Dinge an der Maschine aufgefallen:

Die Beleuchtung, die Geräuschkulisse, und die Ordnungsmöglichkeiten.



Das Zubehör kann man in einem Fach im Anschiebetisch unterbringen. Es passt, bis auf den Obertransportfuß auch alles hinein. Es ist aber nur ein einziges großes Fach, ohne jegliche Unterteilung. Da war Suchen angesagt. Natürlich findet man alles darin wieder, aber ich konnte mir sicher sein, dass der Nähmaschinenfuß, den ich gerade suche garantiert ganz unten im Gewusel liegt. Man räumt also öfter Mal mehr oder weniger den gesamten Inhalt des Faches aus und wieder ein...



Bei den ersten Näharbeiten fand ich die Maschine sehr schön leise. Da habe ich zwei Lagen Baumwolle miteinander vernäht. Je mehr sie zu arbeiten hat, umso lauter wird sie. Allerdings nicht übermäßig. Insgesamt fand ich schon, dass sie recht ruhig ihren Dienst geleistet hat.



Was mir wirklich negativ aufgefallen ist, ist die Beleuchtung. Ich weiß nicht, ob das ein generelles Problem bei Singer Maschinen ist, aber bei meiner eigenen Maschine ist das auch so. Es wird wirklich nur ein kleiner Lichtkegel genau unter den Nähfuß geworfen. Da muss man den Arbeitsbereich schon noch zusätzlich beleuchten. Ich denke, man kann das auch ganz gut auf dem Bild sehen.



Bedient wird die Maschine über ein großes Touchdisplay. Die Menüführung ist mehr oder weniger selbsterklärend, sofern man vielleicht nicht das allererste Mal vor so etwas sitzt. Für den ausgewählten Stich, bekommt man den passenden Nähfuß angezeigt. Die wichtigsten Funktionen kann man auch über Direktwahltasten bedienen. Ebenso kann man entweder per Start- und Stopp-Taste oder mit dem Fußpedal nähen. Die Maschine verfügt über einen automatischen Einfädler, der ausnahmslos gut funktioniert hat. Der war auch nicht zimperlich, wenn die Nadel mal nicht in der optimalen Position stand. Das hat mir gut gefallen. Die Fäden werden automatisch abgeschnitten und vernäht, wenn man möchte.



Die Nähgeschwindigkeit kann man stufenlos einstellen. Ich habe sozusagen immer auf „volle Kraft voraus“ genäht. Zumindest bei Nähstücken, die die Geschwindigkeit vertragen haben. Bei kniffeligeren Nähten hab ich dann runter reguliert und konnte mich so besser auf die Stoffführung konzentrieren.



Den Freiarm fand ich anfangs irgendwie sehr eng. Ich bin immer wieder irgendwo hängen geblieben. Ich denke aber, dass das mal wieder so eine Gewöhnungssache ist; später ist mir das nicht mehr so aufgefallen. Vielleicht habe ich ihn aber auch nicht mehr für solche Näharbeiten genutzt, bei denen es mir hätte auffallen können...



 

Natürlich habe ich auch mit dieser Maschine wieder ein bisschen die verschiedenen Stiche ausprobiert. Und auch bei der Singer Quantum wird man bei den Zierstichen fündig!



Aus den verschiedenen Stichen und Alphabeten kann man sich auch seine eigenen Muster programmieren, so dass man bei seinem Namenszug nicht jedes Mal von vorne eintippen muss.




Ich habe mit der Maschine die unterschiedlichsten Materialien vernäht: Baumwolle, Filz, Jeans, Kunststoff, Jersey, Cord, Nicki, Frottee mit und ohne Vlieseinlage oder Wischtuch...




Die Maschine hat alle Materialien anstandslos vernäht; es war ihr auch egal, welches Garn ich dafür genommen hab.



Bei mehrlagigen Arbeiten hat man ihr angemerkt, dass sie ganz schön zu kämpfen hatte. Wenn es auf „Nahthubbel“ zuging, benötigte sie ein bisschen Unterstützung beim Transport und direkt vor und nach den Hubbeln musste ich auch mehrfach nähen, da die Nähte dort nicht sehr haltbar schienen. Vielleicht hätte ich da auch mal den Obertransportfuß ausprobieren sollen... Der hat es leider nicht geschafft, von mir getestet zu werden...



Das einzige Mal, als ich Probleme mit der Maschine hatte, ließ sich das auf einen Fehler meinerseits zurückführen. Da fühlte ich mich wohl so heimisch an der Maschine, dass ich den Einfädelweg meiner Maschine genommen habe (der ein bisschen kürzer ist). Ist ja meistens so, dass das Problem vor der Maschine sitzt. Also bei mir zumindest ;)

Vorm Fazit kommt noch mal ein kurzer Überblick meiner persönlichen Eindrücke:



Menüführung
++
Handbuch
+
Beleuchtung
--
Einfädler
+++
Handling
++
Applizieren
++
Reißverschluss
++
Nahtbild
+
Verarbeitung unterschiedlicher Materialien
++
Verwendung unterschiedlicher Garne
+++
Spass
++

+++ hervorragend, ++gut, + in Ordnung

- nicht so gut; – -schlecht, --- sehr schlechte



Fazit

Die Singer Quantum Stylist 9985 ist eine Nähmaschine, die preislich für mich sicherlich in Frage käme. Der Lieferumfang ist ausreichend, um alle anfallenden Näharbeiten durchzuführen. Einzig ein Antihaft-Fuß würde mir fehlen. Die Maschine verarbeitet unterschiedliche Materialien zuverlässig, hat allerdings bei mehrlagigen Arbeiten ordentlich zu tun und muss beim Stofftransport ein wenig unterstützt werden. Man muss gerne suchen, um das Ablagefach im Anschiebetisch lieb zu gewinnen. Wer gerne nachts näht, benötigt unbedingt noch eine zusätzliche Beleuchtungsquelle, da das maschineneigene Licht nicht wirklich ausreicht. Das ist eher ein kleines Spotlight auf den Nadelbereich. Dafür arbeitet sie bei Standartarbeiten recht leise... 

Als nächstes darf ich eine Maschine von Brother testen. Die einzige Marke die mir während des Tests noch nicht untergekommen ist... Ich bin gespannt!

Euch allen viele liebe Grüße
Eure
Julia




Alle oben aufgeführten Posts stehen im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier
Im Rahmen dieser wurden mir die o.g.Nähmaschinen zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt. 
Es handelt sich somit um  Werbung  für den nähPark und die vorgestellten Maschinen. Der nähPark nimmt keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung und meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit den jeweiligen Nähmaschinen.



 






1 Kommentar:

  1. Klingt spannend! Sich so kreuz und quer durch die Maschinen testen zu können hat schon was...
    Viel Spaß Dir auf jeden Fall noch mit den Testkandidaten!
    Und vielleicht begleitet dich die Brother dann ja durch die nächste KSW ;)

    Viele liebe Grüße,
    Bine.

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